Tibet Spaniel

Der Tibet Spaniel ist ein kleiner, charmanter, aktiver und wachsamer Hund mit einer unverwechselbaren Persönlichkeit und vielen ansprechenden Eigenschaften. Sie stammen aus dem Hochland Tibets, auch bekannt als das „Dach der Welt“.  Dieses mystische Land mit seiner kargen Landschaft fordert Mensch und Tier einiges ab. Wer dort lebt, muss in der Lage sein mit dem extremen Klima, den großen Temperaturunterschieden zwischen Hitze und Kälte, dem grellen Licht  und scharfem Wind und der enormen Höhe von 3000 – 5000 Metern zurechtzukommen.

 

Solche Bedingungen schufen einen robusten Hund, dem Schnee und Kälte, aber auch Hitze nichts anhaben konnten. Dafür sorgte das seidenweiche Haarkleid mit der dichten, feinen Unterwolle.  Die Rüden fallen meist durch eine imposante Mähne auf. So kommt es nicht von ungefähr, dass sie im Erscheinungsbild dem Schneelöwen Sengge sehr ähnlich sind. Sengge ist eine der bekanntesten mystischen Figuren in Tibet und findet sich auch auf der tibetischen Flagge wieder. Kleine Hunde nach dem Vorbild von Sengge wurden über Jahrhunderte von den Tibetern bevorzugt.

Der Tibet Spaniel  gehört dadurch zu den wenigen besonderen Rassen, die sich über die Jahrhunderte kaum verändert haben. Sie scheinen auf Hunde zurückzugehen, die schon um 1000 v. Chr. im zentralasiatischen Raum gelebt haben. Hierüber gibt es Datierungen aus der Chin-Dynastie 225 -206 v.Chr. , aus Tibet sind Aufzeichnungen erst seit der Entwicklung der tibetischen Schrift  um 630 n. Chr. bekannt.

Der Tibet Spaniel ist auch als Mönchshund oder Gebetshund bekannt und gehört zu den Kulturgütern Tibets. Liebevoll wird er von seinen Anhängern auch Tibbie genannt und gilt als einer der ältesten kleinen Hunde. Sie lebten in den Dörfern und nur die schönsten und kleinsten gelangten zum Adel, wo sie der Liebling der Damen waren. Sie wurden aber auch den buddhistischen Mönchen in den Klöstern gespendet; so hatten sie einen religiösen und symbolischen Wert. Ihre Aufgabe in den Klöstern war nicht nur das Drehen der Gebetsmühlen, sie dienten den Mönchen  auch als Gesellschaftshunde. Mönche mit kleinen Hunden auf dem Arm gehören bis heute zum Erscheinungsbild der Klöster. Sie begleiteten ihre Meister überall hin. Bei den langen Meditationen dienten sie als ‘Wärmflasche’. Gleichzeitig lernten sie, ruhige und abwartende Begleiter zu sein. Dieses Verhalten haben sie bis heute bewahrt. In der Regel wird sich ein Tibet Spaniel im Haus ruhig verhalten und auf seinem Lieblingsplatz ausruhen. Sie lieben es, erhöhte Positionen einzunehmen, um alles überblicken zu können. Ruhen und trotzdem aufmerksam bleiben, ganz so wie es seine Ahnen in den Klöstern gemacht haben. Dort bewegten sie sich meist in kleinen Rudeln. Diese Rasse liebt es auch heute, zu mehreren in der Familie zu leben, wobei das seine Beziehung zum Menschen in keinster Weise beeinträchtigt.

In den Klöstern dienten sie auch als ‘Alarmanlagen’, denn entdeckten sie Fremde auf das Kloster zukommen, meldeten sie dieses zuverlässig und deutlich vernehmbar. Dieses Erbe hat sich bis heute erhalten, so dass ein Besucher meist schon gemeldet wird, bevor es an der Tür geläutet hat. Es muss betont werden, dass der Tibet Spaniel aber kein Kläffer ist.

Bei der Erziehung des Tibet Spaniel ist seine Intelligenz und Unabhängigkeit unbedingt zu berücksichtigen. Eine liebevolle, konsequente und ruhige Erziehung ist nötig, um den Tibet Spaniel von den Vorzügen der menschlichen Entscheidungen zu überzeugen. In einer ausgeglichenen Umgebung lernt er schnell, er tritt mit seinen Menschen in einen Dialog. Mit Härte und Druck kann man bei diesen Hunden nichts erreichen. Hoheitsvolles Ignorieren,  sich abwenden oder gar keine Reaktion kann die Folge sein. Sehr einfühlsam sollte der Tibet Spaniel überzeugt werden mit seinen Menschen zu kooperieren. Er wird dabei weder unterwürfig noch aggressiv agieren. Daher ist er auch für Familien mit Kindern ein geeigneter Spielkamerad und vollwertiges Familienmitglied.

Heute finden wir den Tibet Spaniel auch im Hundesport. Allerdings muss die Besonderheit seines Charakters berücksichtigt werden, denn er führt die Anweisungen in seiner ihm eigenen Art durch. Tibet Spaniel sind nicht für den unbedingten Gehorsam bekannt, möchten aber ihren Besitzern gefallen. Zu diesem Verhalten passt auch folgende Aussage: die Tibet Spaniel seien zum Teil wie eine Katze, zum Teil wie ein Hund und zum Teil wie ein Affe. Vielleicht eine passende Beschreibung einer Rasse, die die Treue und Wachsamkeit eines Hundes besitzt; die Neugier und Unabhängigkeit einer Katze und nicht zuletzt das schelmische Verhalten eines Affen.

Am glücklichsten ist der Tibbie in einem liebevollen Zuhause, wo sein wacher Geist gefördert wird und sein besonderes Naturell respektiert wird. Dann steht einem harmonischen Zusammenleben nichts im Wege!

FCI-Rasseporträt des Tibet Spaniel, Deutsch

Warum einen Welpen mit Papieren vom

“Club für Liebhaber Tibetische Hunderassen e.V.” CLT?

Die Züchter des CLT legen höchsten Wert auf die Gesundheit bei den Elterntieren. Die Zuchthunde werden alle auf Hüftdyplasie (HD) geröngt, sowie auf Patellaluxation (PL) und Augenkrankheiten untersucht. Zudem müssen sie eine Zuchtverwendungsprüfung bestehen. Die Zuchtstätten werden vor dem ersten Wurf genauestens überprüft. Ebenso wird eine Wurfabnahme bei jedem Wurf durchgeführt und protokolliert.

Wir sehen in  der exakten  Einhaltung der FCI- Zuchtverordnung die Sicherung des qualitativ hohen Zuchtstandards aller vier tibetischen Hunderassen.

Unsere Züchter im CLT , Club für Liebhaber tibetischer Hunderassen e.V. haben es sich zur Aufgabe gemacht, die gesunde Konstitution der Tibetischen Hunderassen, ihre einzigartige Erscheinung und ihr besonderes Wesen für die Zukunft zu erhalten. Wir würden uns freuen Sie über weitere Einzelheiten und Besonderheiten dieser ursprünglichen und robusten Rassen zu informieren.

Bitte helfen Sie mit, dass diese wunderbaren Geschöpfe noch viele Generationen  in unseren Familien Freude verbreiten können.